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Brexit – Handel und Produktion

Wie schon in dem Beitrag „Brexit – und was heißt dies jetzt“ sind viele Szenarien denkbar. Welches Umsetzungsszenario tatsächlich kommt ist unklar. Klar dagegen ist, wie das worst case Szenario aussieht, das sogenannte WTO Modell: Großbritannien scheidet, ohne eine Vereinbarung zu erzielen, aus der EU aus. Dann sind im Wesentlichen nur noch die Welthandelsabkommensverträge gültig. Jeder, insbesondere Unternehmen sollten abschätzen, welche Auswirkungen dieses Szenario hat. Entsprechende Gegenmaßnahmen sind zu durchdenken und ggf. vorzubereiten, wenn dieses Szenario zu wesentlichen ggf. nicht tragbaren Auswirkungen führen könnte.

Unternehmen, die Handel über die Grenzen hinweg treiben bzw. produzierende Unternehmen, die grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten haben bzw. in diese eingebunden sind und die unterstützenden Logistikfirmen, sind durch Brexit offensichtlich im worst Case Szenario unmittelbar betroffen. Offensichtlich sind nunmehr Zölle, die auf Gütertransfer mit Großbritannien zur Anwendung kommen, zu berücksichtigen. Darüber hinaus sind aber noch folgende Aspekte, die gerade bei just in time Produktionskonzepten bzw. individualisierten Produktionskonzepten zum Tragen kommen, zu durchdenken:

  • Zollabfertigungszeiten und Zolldokumentationen, die ergänzend dazu kommen sind bei Gütertransfers von und nach Großbritannien nunmehr in die Überlegungen einzubeziehen. Welcher Mehraufwand ist zu kalkulieren?
  • Die EU kam bisher bei Produktspezifikationen, Produktzulassungen und Produktbeschreibungen mit einer Norm auch für Großbritannien aus. Was ändert sich, wenn Großbritannien zum Drittland beim Brexit wird? Wieviel Mehraufwand zieht dies nach sich?
  • Nunmehr wird der grenzüberschreitende Warenverkehr von und nach Großbritannien Grenzkontrollen unterliegen. Was heißt dies in Bezug auf den möglicherweise entstehenden Mehraufwand?
  • Zu berücksichtigen sind auch möglicherweise wieder auftretende -und jetzt befriedete Konflikte- wie Nordirland mit der IRA. Was bedeutet dies für den Warenverkehr?

Diese Fragen sind nicht nur für das eigene Unternehmen zu stellen und geeignet im Schätzwege zu quantifizieren, sondern diese Fragen sind auch mit den wichtigen Sublieferanten zu erörtern, um hier keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Beiträge zu dem Thema Brexit auf unserer Website

Brexit---und-was-heisst-dies-jetzt

Brexit--eu-institutionen-in-grossbritannien.html

 

Eingestellt am: 07.11.2016