Im Verbund

AGN

Kooperation von unabhängigen Beratern aus mehr als 90 Ländern
weiter

Rückruf-Service

Sie haben Fragen zu unseren Angeboten? Wir rufen Sie gerne an.

Ihr Name:

Ihre Telefonnummer:

Anfrage an Standort:

Expertentipps

Brexit – Personalwesen

Wie schon in dem Beitrag „Brexit – und was heißt dies jetzt“ sind viele Szenarien denkbar. Welches Umsetzungsszenario tatsächlich kommt ist unklar. Klar dagegen ist, wie das worst case Szenario aussieht, das sogenannte WTO Modell: Großbritannien scheidet, ohne eine Vereinbarung zu erzielen, aus der EU aus. Dann sind im Wesentlichen nur noch die Welthandelsabkommensverträge gültig.

Dies bedeutet, dass alle EU Regelungen, die es EU Bürgern erlauben und erleichtern von einem EU Land in das Andere zu reisen und dort jeweils zu arbeiten bzw. seinen Geschäften nachzugehen, nunmehr keine Anwendung mehr finden in Bezug auf Großbritannien. Welche rechtlichen Bestimmungen für Visa, Arbeitserlaubnisse, Anerkennung von Zeugnissen und Abschlüssen, die für eine bestimmte Berufsausübung erforderlich sind (z.B. Medizinstudium, Führerschein) dann zur Anwendung kommen, ist offen.

Dies führt im Personalbereich bei Unternehmen mit einer internationalen Arbeitnehmerschaft inklusive der Freiberufler dann zu einem akuten Handlungsbedarf, wenn Unternehmen in Großbritannien auf Schlüsselpersonal aus der EU und Unternehmen in der EU auf Schlüsselpersonal aus Großbritannien angewiesen sind. Hier ist zu prüfen, ob Maßnahmen wie doppelte Staatsbürgerschaft, permanente Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse, doppelte, nationale Anerkennung von Abschlüssen etc. erforderlich sind. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit die Sozialversicherungsabkommen, die es in der EU gibt und die im Zusammenhang mit Großbritannien damit ihre Gültigkeit verlieren würden, negative Konsequenzen für das Schlüsselpersonal haben würden. Hier ist zu überlegen, welche Maßnahmen zur Beseitigung dieser Konsequenzen notwendig sind.

Diese Überlegungen sind nicht nur für die betreffenden Arbeitnehmer/Freiberufler, sondern auch für deren Familie und Familienangehörigen durchzuführen.

Auch Unternehmen, die darauf angewiesen sind EU-weit ihr Personal temporär einzusetzen (Service- und Beratungspersonal für Software, Maschinenwartung, Bau etc.) werden die Konsequenzen des EU Austritts von Großbritannien durchdenken und entsprechende Maßnahmen einleiten bzw. planen. Viele der Überlegungen dürften sich mit den oben genannten Überlegungen decken.

Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Beiträge zu dem Thema Brexit auf unserer Website

Brexit---und-was-heisst-dies-jetzt

Brexit--EU-Institutionen-in-Großbritannien

Brexit--Handel-und-Produktion

Brexit--Schutzrechte-nach-EU-Recht

Eingestellt am: 22.11.2016