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Expertentipps

Wichtige neue Regelungen im Arbeitsrecht ab 2018

Das neue Jahr bringt im Arbeitsrecht eine Reihe wichtiger neuer Regelungen mit sich. Damit Sie informiert ins Jahr 2018 starten können, haben wir für Sie die wesentlichen Änderungen für Unternehmen kurz zusammengefasst:

Reform des Mutterschutzgesetzes

Zukünftig dürfen sich schwangere Frauen und Mütter in den verschiedensten vertraglichen Konstellationen auf den Schutz des Mutterschutzgesetzes berufen. Ferner wird der Kündigungsschutzes ausgeweitet. So sollen bereits „Vorbereitungsmaßnahmen im Hinblick auf eine Kündigung“ unwirksam sein.

Gesetzlicher Mindestlohn – Gleiche Höhe, ausnahmslos

Der gesetzliche Mindestlohn bleibt der Höhe nach unverändert. Er wird auch in 2018 bei 8,84 EUR pro Stunde liegen und er gilt ausnahmslos für alle Branchen.

Entgelttransparenzgesetz – Ende der Schonfrist

Mit Ablauf des 5. Januar 2018 endet die sechsmonatige „Schonfrist“ zur Geltendmachung des individuellen Auskunftsanspruchs nach dem Entgelttransparenzgesetz. Unternehmen, die in einem Betrieb mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigen, müssen sich ab 6. Januar 2018 daher darauf gefasst machen, dass ihre Mitarbeiter Auskunft über die Bezahlung anderer Mitarbeiter des jeweils anderen Geschlechts für eine gleiche oder vergleichbare Tätigkeit verlangen.

Mai 2018: Neues Datenschutzrecht rückt näher!

Kaum einem Unternehmen wird es entgangen sein: Zwar nicht zum Jahreswechsel, aber zum 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kommen. Zeitgleich wird auch das novellierte Bundesdatenschutzgesetz zur Umsetzung der DSGVO in Kraft treten.

Damit verbleiben noch knapp fünf Monate, um auf Stand zu kommen. Für Unternehmen ergibt sich insbesondere Anpassungsbedarf im Hinblick auf (bestehende) Betriebsvereinbarungen. Denn das neue Datenschutzrecht enthält eine Reihe von Vorgaben und inhaltlichen Anforderungen, die bei der Verarbeitung von Beschäftigtendaten zu beachten sind. Verstöße können empfindliche Bußgelder nach sich ziehen (bis zu 20 Mio. EUR bzw. 4% des globalen Umsatzes).

Eingestellt am: 22.02.2018