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Sustainable Finance: Regierung will nachhaltiges Handeln im Finanzsektor stärken

Die Bundesregierung hat am 6. Juni einen Beirat für „Sustainable Finance“ eingesetzt. Der Beirat soll die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern.

Unter Sustainable Finance (nachhaltige Finanzen) versteht die Bundesregierung die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Entscheidungen der Finanzmarktakteure. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertreter*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie verschiedener Bundesressorts.

Nachhaltiges Handeln im Finanzsektor stärken

Um nachhaltiges Handeln im Finanzsektor zu stärken, wird derzeit auf Initiative des Bundesfinanz- und des Bundesumweltministeriums sowie in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Sustainable Finance Strategie für Deutschland entwickelt. Dabei geht es auch darum, Sustainable Finance als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, um den Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig zu stärken.

Beirat soll Regierung mit Expertise unterstützen

"Für Finanzmarktakteure ist es bereits aus Eigeninteresse eine Pflicht, Umwelt- und Klimarisiken bei der Kreditvergabe, Anlagen oder in Versicherungsverträgen zu berücksichtigen. Das sehen nicht nur das Bundesfinanzministerium und die Finanzaufsicht so, sondern inzwischen auch mehrheitlich die Finanzindustrie selbst." so Finanzstaatssekretär Dr. Jörg Kukies. "Finanzmarktakteure sollten aber auch die Chancen nutzen, die sich aus dem Wandel der Realwirtschaft hin zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Wirtschaft ergeben". Der einberufene Beirat soll die Bundesregierung mit seiner Expertise unterstützen und der Finanzindustrie wertvolle Impulse geben.

(BMF / STB Web)

Artikel vom 11.06.2019